Der vergessene Sohn Johann Sebastian Bachs

Erst vor wenigen Jahre entdeckte man, dass es neben den vier bekannten Bachsöhnen, die ebenfalls als Komponisten tätig waren, noch einen weiteren, bislang unbekannten Sohn gab – P. D. Q. Bach. Dessen verschollene Kompositionen wurden seitdem sukzessive wiederveröffentlicht und neu eingespielt. P. D. Q Bach erhielt in der Neuauflage der Musikenzykoplädie “Die Musik in Geschichte und Gegenwart” aus dem Jahr 1999 seinen wohlverdienten eigenen Eintrag.

Seine Stücke zeichnen sich durch ausgeprägten Plagiarismus aus. In ihnen trägt P. D. Q. Bach hauptsächlich Material anderer Komponisten zusammen, so dass sein Werk eine merkwürdige Mischung verschiedenster Stilrichtungen darstellt. Man meint sogar, Anklänge an Minimal-, Country- und Rap- Musik in ihnen zu entdecken. Die Stücke tragen Titel wie “Echosonate für zwei unfreundliche Instrumentengruppen”, “Eine kleine Nichtmusik”, “Konzert für Fagott gegen Orchester” oder “Last Tango in Bayreuth “.

Peter Schickele, der unter anderem Musik für den Film “Silent running” oder Joan Baez geschrieben hat, hat eine Biografie über P. D. Q. Bach veröffentlicht (was insofern naheliegend ist, da er ihn auch erfunden hat).

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