Nicht geschieden, aber unabhängig

Eleanor Roosevelt

Nachdem sie sich durch bei ihrem Mann gefundene Liebesbriefe davon überzeugen konnte, dass er in eine andere Frau namens Lucy Mercer verliebt war, schlug Eleanor Roosevelt ihm die Scheidung vor.
Franklin D. Roosevelt war entschlossen, für das Amt des Präsidenten der USA zu kandidieren. Eine Scheidung hätte seine Aussichten zunichte gemacht. Franklin und Eleanor einigten sich auf ein Abkommen, um die Ehe weiterzuführen: keine weiteren sexuellen Beziehungen zueinander, und Franklin durfte seine Geliebte nicht mehr sehen.
Für Eleanor hatte dies die unerwartete Konsequenz, dass sie die Unabhängigkeit eines Geschäftspartners im gemeinsamen Unternehmen errang. Nachdem der Sex verbannt worden war, entwickelte sich eine außergewöhnliche Beziehung zwischen den Eheleuten. Eleanor vertrat eine politisch eigenständige Position, und ging auch in ihrem persönlichen Gefühlsleben eigene Wege. Sie stand ihrem Mann zur Seite bis zu dessen Tod. An jenem Todestag jedoch war eine andere Frau bei Franklin Roosevelt – Lucy Mercer.

Eleanor Roosevelt blieb politisch weiter aktiv. Sie engagierte sich gegen Diskriminierung und verurteilte das Aussäen von Misstrauen durch McCarthy. Seit 1947 war sie Vorsitzende der UN-Menschenrechtskommission, deren “Allgemeine Erklärung der Menschenrechte” 1948 verabschiedet wurde.

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