Metropole im Busch

Canberra 1909

150 km von der australischen Ostküste entfernt liegt ein besonderers Territorium im Landesinnern. Es wird von der australischen Regierung verwaltet. Seit den 1920er Jahren wurde dort nach Plänen eines amerikanischen Städtebauers eine Stadt errichtet – mitten in der ländlichen Provinz.
Diese Stadt zählt heute über 350.000 Einwohner – 1911 waren es in der gesamten Region noch 1714 Menschen und 225.000 Schafe – und dürfte wohl die meisten Regierungsgebäude Australiens beherbergen. Es ist die Hauptstadt und der Regierungssitz Australiens: Canberra. Ihre Errichtung wurde politisch beschlossen, da man sich im 19. Jahrhundert nicht auf eine der großen, älteren Städte Australiens, Melbourne oder Sydney, als Hauptstadt einigen konnte. In gehörigem Abstand von beiden Großstädten, sozusagen auf neutralem Boden, wurde 1913 der erste Vermessungsstab eingeschlagen. Bedingt durch die beiden Weltkriege ging die Entwicklung zunächst nur zögerlich voran, so dass in den ersten Jahrzehnten neben dem Parlament noch Kühe grasten.
Heute befinden sich in Canberra eine Vielzahl wichtiger nationaler Institutionen sowie Forschungs- und Bildungseinrichtungen.

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